EINFLÜSSE

Die künstlerische Basis für unsere Entwürfe bildet die klassische Moderne, wie sie sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Architektur entwickelte und sich als Gegenbewegung des bis dahin häufig verwendeten Historismus verstand.

Das erklärte Ziel dieser Bewegung war die Revolutionierung der Architektur, schließlich war die Notwendigkeit von veralteten Techniken und Stilimitationen vergangener Epochen in Anbetracht der Fülle an neuen Werkstoffen, wie Stahl oder bewehrtem Beton, schlicht nicht mehr gegeben.

Neben orthogonalen Formen, wie dem rechten Winkel, spielen in der Designsprache der klassischen Moderne durch den technologischen Fortschritt bedingt auch organische, fließende Linien eine große Rolle, was diese Epoche sehr abwechslungsreich und damit reizvoll macht. Darüber hinaus distanzierten sich die Akteure jener Zeit von opulenten Verzierungen und entwickelten verschiedene Theorien, die im Laufe der Zeit in den Minimalismus mündeten.

 

Ausgehend von unserer Interpretation lässt sich die Ästhetik dieser Epoche grob auf drei Grundtheorien reduzieren:

Form folgt Funktion

Weniger ist mehr

Ornament ist Vergeudung

Ausgehend von diesen Überlegungen entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts verschiedene Strömungen, wie beispielsweise der oben genannte Minimalismus, in denen die Ansätze der klassischen Moderne genauer differenziert und durch neue Einflüsse erweitert wurden.

Der Gedanke des Minimalismus, wie wir ihn interpretieren, ist die Form für sich selbst sprechen zu lassen, anstatt die generische, völlig austauschbare Gestalt eines Objekts durch ablenkende Zierelemente zu kaschieren.   

GRUNDLEGENDES

HALTUNG GEGENÜBER DEM ORNAMENT

„Ornament ist vergeudete Arbeitskraft und dadurch vergeudete Gesundheit. Heute bedeutet es auch vergeudetes Material, und beides bedeutet vergeudetes Kapital. Der moderne Mensch, der Mensch mit den modernen Nerven, braucht das Ornament nicht, er verabscheut es."

Adolf Loos, Ornament und Verbrechen, 1908

Grundsätzlich steht bei der Konzeption unserer Produkte die Poetik der nackten Form im Mittelpunkt, von der durch Ornamentierung nicht abgelenkt werden soll. Es gibt jedoch Fälle in denen "weniger nicht mehr" ist und das Fehlen eines Zierelements negativ auffallen würde, da es den Entwurf unausgewogen erscheinen lässt und bei dem Betrachter intuitiv das Gefühl auslöst, dass "irgendetwas fehlt". 

Bei unserem Hangtag konnten wir uns der Versuchung des Ornaments nicht erwehren und haben bewusst eine Öse verwendet, obwohl sie an dieser Stelle funktional betrachtet überflüssig ist, was deshalb nach Loos nur als Akt der aufgesetzten Verzierung gewertet werden kann.

Welche optische Wirkung hätte das Hangtag auf Dich, wenn es nach der Grundtheorie "Ornament ist Vergeudung" auf die Öse verzichten müsste?

EINFLÜSSE

Die künstlerische Basis für unsere Entwürfe bildet die klassische Moderne, wie sie sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Architektur entwickelte und auf die Verwendung damals neuer Werkstoffe setzte.

Neben orthogonalen Formen spielen in der Designsprache der klassischen Moderne auch organische Linien eine große Rolle, weshalb wir häufig auf diese ästethischen Gegensätze zurückgreifen und sie gern mit neuen, ungewöhnlichen Rohstoffen kombinieren.

Innerhalb dieser Stilrichtung folgen wir bei der Konzeption zumeist den Strömungen des Minimalismus, in dem auf alles Überflüssige verzichtet und der Blick auf das wesentliche gerichtet wird. Der Gedanke ist,

die Form für sich selbst sprechen zu lassen, anstatt die generische,

völlig austauschbare Gestalt eines Objekts durch ablenkende Zierelemente zu kaschieren.

 

Bei unserem Hangtag konnten wir uns der Versuchung des Ornaments nicht erwehren und haben bewusst eine Öse verwendet, obwohl sie an dieser Stelle funktional betrachtet überflüssig ist, was deshalb nur als Akt der aufgesetzten Verzierung gewertet werden kann.

„Ornament ist vergeudete Arbeitskraft und dadurch vergeudete Gesundheit. Heute bedeutet es auch vergeudetes Material, und beides bedeutet vergeudetes Kapital. Der moderne Mensch, der Mensch mit den modernen Nerven, braucht das Ornament nicht, er verabscheut es."

Adolf Loos, Ornament und Verbrechen, 1908